Kritischer SPIEGEL

Eigentlich mag ich SPIEGEL online. Und eigentlich schaue ich mir freiwillig keine Comedy-Shows à la “Red Nose Day” an. Das habe ich auch dieses Jahr – sprich gestern – nicht getan. Aber die SPIEGEL-Meinung zu der Veranstaltung hat mich dann doch interessiert. Und was lese ich da? Eine sehr negative Kritik über die Sendung, was ja eigentlich in Ordnung ist – Meinungsfreiheit und so weiter. Prinzipiell ist es auch OK, wenn jemand Comedians wie Rüdiger Hoffmann, Michael Mittermeier und Co. kritisiert – auch wenn ich die beiden mag.

Aber eine Sache finde ich nicht in Ordnung – und da hat SPIEGEL online meiner Meinung nach Mist gebaut: Wenn man über jemanden lästert, dann sollte man bitte vorher recherchieren, wie sein Name richtig geschrieben wird. In dem SPIEGEL-Artikel “Knallzigarren in der Waschstraße” wird Mittermeier drei Mal kritisch erwähnt – jedes Mal falsch geschrieben.

Da frage ich mich nur noch eins: Wenn sich ein Journalist stundenlang hinsetzt und sich den “Red Nose Day” anschaut (naiv wie ich bin, gehe ich einfach mal davon aus, dass er ihn gesehen hat) – wie kann man dann vergessen, einen Namen zu recherchieren, den man nicht hundertprozentig sicher kennt? Das dauert im Internet vielleicht eine Minute – in den meisten TV-Programmzeitschriften wurde Mittermeier sicher auch erwähnt.

Fazit: In diesem Fall gilt, was sonst für Journalisten tabu ist: Abschreiben erlaubt und sogar dringend erwünscht!

Tanja Morschhäuser

Tanja Morschhäuser ist Online-Journalistin mit Interesse an Social Media, Astronomie, Raumfahrt, Fußball (FC Bayern) und Büchern.

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