Ja, ich lebe noch. Und habe irgendwie ein schlechtes Gewissen, dass ich in letzter Zeit zu wenig schreibe. Momentan bin ich im Urlaubs-, Umzug- und FH-Stress. Am Mittwoch Abend wirds mir wieder besser gehen, nur dass ich dann internetlos bin…
Wenigstens ein Deutscher kann heute triumphieren: Die “Discovery” ist gestartet und der Deutsche Thomas Reiter ist auf dem Weg zur ISS, um dort ein halbes Jahr zu verbringen.
Jetzt ist es also passiert, wir sind ausgeschieden. Dabei war ich mir so sicher, dass wir uns noch ins Elfmeterschießen retten können… Aber es hat wohl nicht so sein sollen. Warum das Spiel um den dritten Platz am Samstag problematisch wird, habe ich ja hier schon erklärt. Richtig haarig wird die Sache allerdings, wenn Frankreich beim zweiten Halbfinale auch ausscheiden sollte und gegen uns um den dritten Platz spielt: Eins unserer Gastorchester kommt aus Frankreich… Das wäre dann also der absolute Worst Case.
Bei diesem tollen Sommerwetter und den schönen klaren Sommernächten habe ich schon seit einiger Zeit Lust, mal wieder so richtig sternezugucken. Ideal wären dafür die Perseiden. Dummerweise findet sich leider kein Opfer dafür und ob ich mich alleine aufraffen kann, mir die Nacht um die Ohren zu schlagen, weiß ich nicht. Wahrscheinlich eher nicht…
Was mein favorisiertes WM-Team über mich verrät…
Juli 2nd, 2006 | Posted by in Dies & Das - (4 Comments)… kann man hier nachlesen. Bei mir sieht das in etwa so aus:
Niederlande: Du willst anders sein als die anderen. Wenn sie dich dafür hassen, umso besser. (Ich würde das so sehen: sympathische Menschen, sympathische Sprache – wieso soll man sie nicht mögen?)
Australien: Du warst mal da oder bist mit Australiens deutschstämmigem Torwart Mark Schwarzer verwandt. (Ich würde das so sehen: wahnsinnig interessantes Land, das Fußball viel zu wenig Beachtung schenkt – wieso sollte man das Land nicht mögen?)
Am Freitag habe ich übrigens die letzte Absage von meinen Praktikumsbewerbungen bekommen. Gut, dass ich auf die Stelle sowieso nicht scharf war (das war sozusagen ein Notnagel für den Fall der Fälle…) und sowieso einen viel besseren Praktikumsplatz habe. Aber irgendwie ist es schon ein bisschen unverschämt, sich für die Antwort auf eine Bewerbung fast fünf Monate Zeit zu lassen…
Manchmal will man gar nicht wissen, was man in der Nacht so alles getan hat. Vor allem dann nicht, wenn man morgens mit tierischen Kopfschmerzen aufwacht und die Fingernägel aussehen, als hätte man im Schlaf ein Blumenbeet umgegraben…
Wenn das deutsche Team ins Finale kommen sollte (wovon ich doch stark ausgehe), hat das nicht unbedingt nur positive Seiten: Eine Musikkollegin hat sich auf eine Wette eingelassen, bei der sie sich die Haare kurzschneiden und schwarz-rot-gold färben lassen muss, wenn Deutschland ins Finale der WM einzieht. Das ist doch ein triftiger Grund, Deutschland am Dienstag nicht die Daumen zu drücken…
Einen guten Grund, Deutschland die Daumen zu drücken ist dagegen dieser: Mein Orchester hat am nächsten Samstag unser alljährliches Sommernachtskonzert angesetzt. Dummerweise hat damals keiner bemerkt, dass an diesem Tag das Spiel um Platz drei der Weltmeisterschaft auf dem Programm steht. Wenn also Deutschland am Dienstag verliert, spielt die Mannschaft am Samstag um Platz drei – zur gleichen Zeit, zu der eigentlich unser Konzert stattfinden soll. Noch besser wird die Sache, wenn wir an diesem Tag auch noch gegen Frankreich spielen sollten, denn wir haben ein französisches Orchester zu Gast. Die Chance, am Dienstag noch eine halbwegs passable Leinwand organisieren zu können ist übrigens verschwindend gering…

Hier schreibt Tanja Morschhäuser, Online-Journalistin, ganz privat.