Dass ich in meinem aktuellen Kalender schon die Diplomarbeit eintragen kann, macht mich irgendwie nervös. In den Semesterferien sollte ich mir unbedingt Gedanken über ein geeignetes Thema machen (mir schwirrt da schon so einiges durch den Kopf…). Aber erst einmal genieße ich eine Weile die Ferien. Die letzten Tage waren sehr arbeitsintensiv und ich habe mir meine Freizeit definitiv verdient.
Ist es eigentlich zu viel verlangt, einer Kollegin innerhalb von 5 Tagen Materialien zu schicken, die sie dringend braucht? Da hat wohl jemand den Begriff “Deadline” nicht verstanden und ich muss darunter leiden…
Es ist geschafft. 110 Erst- und Zweitklässler 4 Stunden lang auf Trab gehalten. Fast allen zu einem Quietschton auf der Klarinette verholfen und davon fast Kopfschmerzen bekommen. Wenn nur 20% aller Kinder, die von der Klarinette begeistert waren, sich für den Klarinettenunterricht bei uns anmelden, können wir mehr als zufrieden sein.
Dass im dritten Band der Highland-Saga (“Voyager” von Diana Gabaldon) einige Dinge aus den ersten beiden Bänden zum fünften Mal erklärt werden, nervt mich. Wer das Buch liest, hat die Vorgänger mit Sicherheit auch gelesen – wahrscheinlich direkt vor “Voyager”, denn die Story ist etwas kompliziert und sollte besser am Stück gelesen werden. Wenn die Informationen wenigstens relevant wären – dann könnte ich ja darüber hinwegsehen. Aber sie sind ziemlich unwichtig für die Story und bei einem Buch mit 1050 Seiten ist jede unwichtige Information störend…
Morgen mache ich wieder einmal einen kleinen Ausflug in meine ehemalige Grundschule, um dort die Kinder fürs Musikmachen zu begeistern. Wahrscheinlich wird es wieder sehr laut und anstrengend, 110 Kindern einen Ton aus der Klarinette zu entlocken – aber es ist ja schließlich für eine gute Sache.
Wer sich in Vereinen engagiert, der weiß, dass man heutzutage nahezu um Nachwuchs “kämpfen” muss. Ich bekomme das hauptsächlich im Musikbereich mit. Da man beim Lernen eines Instruments nicht sofort Erfolgserlebnisse hat (ich habe erst nach einer Woche den ersten vernünftigen Ton aus meiner Klarinette bekommen!) und zu Hause viel üben muss, ist die Musik leider nicht so anziehend wie beispielsweise eine Sportart. Außerdem hängt das Musikmachen im Orchester ganz massiv von verschiedenen Leuten ab, die unterschiedliche Instrumente spielen können. Während man beim Fußball den Stürmer notfalls auch mal als Verteidiger vors Tor stellen und erwarten kann, dass er den Ball zumindest trifft, kann man einem Posaunisten schlecht eine Querflöte in die Hand drücken und voraussetzen, dass er einen Ton herausbekommt…
Neben dem Spaß, den das Musizieren macht, kommt übrigens noch der Aspekt, dass Musikmachen Kinder in ihrer Entwicklung fördert.
In meinem Nebenjob stehe ich zum ersten Mal vor der Aufgabe, einen Flyer komplett zu entwerfen und mit Inhalten zu füllen. Ich beschäftige mich eigentlich gerne mit neuen Dingen und habe auch keine Probleme damit, mich in eine neue Software einzuarbeiten. Aber dass es relativ einfach ist und so richtig Spaß macht, einen Flyer zu gestalten, hätte ich nicht erwartet.
Das liegt zum Teil wohl auch daran, dass die Software relativ leicht verständlich und benutzerfreundlich ist. Ein Hoch auf die Open-Source-Community die Software wie Scribus entwickelt! Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es im Open-Source-Bereich tatsächlich eine Desktop-Publishing-Software gibt…
Es ist erstaunlich, wie schnell man sich ungewollt von einer Arbeit ablenken kann, die einem keinen großen Spaß macht. Momentan muss ich mich nämlich erst in ein Thema einlesen, bevor ich mich richtig an die Arbeit machen kann. Das bedeutet: 80 Seiten Text zu einem unbekannten Thema lesen und verstehen, um danach eine Präsentation und einen Flyer zum Thema entwerfen zu können… Wenn ich doch schon so weit wäre und endlich mit dem richtigen Arbeiten anfangen könnte!
Wie ich ja hier schon geschrieben habe, beginnt “Dragonfly in Amber” überraschenderweise zwanzig Jahre nach dem Ende des ersten Buchs. Claire und ihre 20-jährige Tochter sind 1968 nach Schottland gereist, weil Claire ihrer Tochter die Wahrheit über ihre Herkunft und ihren Vater (Jamie) sagen will. Bevor sie das tut, will sie, die “losen Enden” miteinander verknüpfen und beauftragt einen Bekannten mit der Beschaffung von Informationen über einige Highlander, die sie im 18. Jahrhundert gekannt hat.
Extremer Zeitsprung
Die Konstruktion des Buchs hat mich beim Lesen etwas gestört. Der erste Teil der Serie (“Outlander”) endet mitten im 18. Jahrhundert und auf einmal sind wir in der Gegenwart (also 1968) und es gibt eine 20-jährige Tochter. Relativ bald erzählt Claire jedoch von ihren Erlebnissen in der Vergangenheit, die sich nahtlos an “Outlander” anschließen. Die alles entscheidende Frage im zweiten Buch ist immer noch ob und wie Claire den Jakobitenaufstand verhindern kann und ob sie das überhaupt darf. Dazu kommt die Frage, ob Frank (ihr Ehemann in der Gegenwart) weiterlebt, wenn sein Vorfahre Jack Randall in der Vergangenheit umkommt, bevor er den Sohn gezeugt hat, der seine Verwandtschaftslinie fortführt.

Hier schreibt Tanja Morschhäuser, Online-Journalistin, ganz privat.