Digitale Notizen

back to the roots (since Feb 2005)

Nicht leicht zu lesen, aber wunderschön

von Tanja | veröffentlicht am | abgelegt in der Kategorie Dies & Das

Wow, “Atonement” ist richtig gut – schon allein weil Ian McEwan eine tolle Schreibe hat. Nicht leicht zu lesen, aber wunderschön. Eine kleine Kostprobe:

She whispered his name with the deliberation of a child trying out the distinct sounds. When he replied with her name, it sounded like a new word – the syllables remained the same, the meaning was different. Finally he spoke the three simple words that no amount of bad art or bad faith can ever quite cheapen. She repeated them, with exactly the same slight emphasis on the second word, as though she were the one to say them first. He had no religious belief, but it was impossible not to think of an inivible presence or witness in the room and that these words spoken aloud were like signatures on an unseen contract.

aus “Atonement” von Ian McEwan

Kommt ein Stöckchen geflogen…

von Tanja | veröffentlicht am | abgelegt in der Kategorie Dies & Das

Tine will ein paar Dinge über Weihnachten von mir wissen. Ich bin zwar kein Weihnachtsfan, werde aber trotzdem antworten – kurz und bündig:

3 (materielle) Wünsche zu Weihnachten

3 Menschen, mit denen ich gerne Weihnachten feiern würde

  • Sid und Penny (wie es aussieht klappt das mit dem alljährlichen Weihnachtsbrunch dieses Jahr wohl nicht…)
  • ansonsten bin ich wunschlos glücklich

3 Menschen, die von mir ein Weihnachtsgeschenk erhalten

3 Menschen, die das Stöckchen fangen sollen

Flashback

von Tanja | veröffentlicht am | abgelegt in der Kategorie Dies & Das

J. war meine beste Freundin in der Grundschule – was wir taten, taten wir gemeinsam, meist in Begleitung ihres Hundes. Wir waren unzertrennlich, bis eines Tages der große Knall kam. Das muss – grob geschätzt – in der sechsten Klasse gewesen sein. Worum es in dem Streit ging, weiß ich heute nicht mehr – ich erinnere mich nur noch daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt NIE WIEDER etwas mit J. zu tun haben wollte und dass wir uns wirklich fast geprügelt hätten.

Danach war natürlich nichts mehr wie vorher. Monatelang sprachen wir nicht miteinander und kurz nachdem wir uns doch wieder halbwegs versöhnt hatten, wechselte ich auf die Realschule. Neue Aufgaben, neue Freunde – und schon war die alte (wenn auch sehr angeknackste) Freundschaft verdrängt. Als ich auf die gymnasiale Oberstufe wechselte, war J. Auszubildende und unsere Lebenswelten waren so unterschiedlich, dass wir uns kaum etwas zu sagen hatten.

Mittlerweile haben sich unsere Lebenswelten teilweise angepasst und wir hätten uns eigentlich viel zu erzählen. Allerdings tun wir das nur dann, wenn wir uns zufällig über den Weg laufen. Ich glaube, ich sollte die Initiative ergreifen und versuchen, die alte Freundschaft wieder zu beleben. Und wenn ich schon dabei bin, muss ich sie unbedingt auch nach dem Grund für unseren großen Streit fragen ;-)

Ganz oder gar nicht

von Tanja | veröffentlicht am | abgelegt in der Kategorie Dies & Das

Gestern im Kino (“Von Löwen und Lämmern”) ist mir etwas aufgefallen: Manche Texte, die man als Zuschauer verstehen musste, um der Handlung folgen zu können, wurden ins Deutsche übersetzt. Nicht mit Untertiteln, wie man das gewohnt ist, sondern richtig: Statt dem englischen stand ein deutsches Wort da.

Prinzipiell finde ich die Idee, dem Leser Untertitel zu ersparen, gut – Multitasking ist ja nicht jedermanns Sache. ;-) Aber in diesem Fall fand ich es eher störend und unpassend, denn: Der Film spielt ganz offensichtlich in den USA und zumindest für mich ist es unlogisch, Formulare und Zeitungsausschnitte aus den USA auf deutsch präsentiert zu bekommen. Und noch viel schlimmer: Man hat anscheinend nur die wirklich wichtigen Texte übersetzt – die übrigen Texte waren auch in der deutschen Version noch englisch.

Klingt nicht schlimm, wirkt aber äußerst seltsam, wenn es folgendermaßen aussieht: Man sieht einen Brief, oben steht dick und fett (und deutsch!) “Einberufungsbescheid” und darunter im Text dann “Dear Mr. XYZ…” Sorry, aber das ist dämlich – entweder ganz oder gar nicht, bitteschön!

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Wie ich den Film fand? Besser als erwartet. In meinen Augen ein echter Anti-Kriegsfilm (im Gegensatz zu vielen sogenannten “Anti-Kriegsfilmen”, die in meinen Augen Kriegsfilme sind), wobei mich einige Dinge doch ziemlich gestört haben. Darauf werde ich hier nicht näher eingehen – das würde den Rahmen sprengen.

Atonement

von Tanja | veröffentlicht am | abgelegt in der Kategorie Dies & Das

Neulich habe ich zusammen mit Sid den Film “Abbitte” im Kino gesehen. Während ihr der Film nicht mehr aus dem Kopf geht, liegt die Romanvorlage (“Atonement” von Ian McEwan) vor mir und wartet darauf, gelesen zu werden. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, die Romanvorlage so direkt nach dem Film zu lesen – aber ich bin einfach unglaublich neugierig.

Neugierig, mit welchen Worten das Drama um Briony, Cecilia und Robbie beschrieben wird, wie in ihre Seelen geblickt wird und ob das Buch besser ist als der Film. Das ist ja meistens der Fall und würde in diesem speziellen Fall wohl bedeuten, dass das Buch “Atonement” ein Meisterwerk ist. Denn der Film war so fesselnd, so eindringlich, so nachwirkend, dass das ein Buch erstmal nachmachen muss. Von den schönen Bildern und der Musik will ich gar nicht erst reden…

Worum geht es überhaupt?

On the hottest day of the summer of 1935, thirteen-year-old Briony Tallis sees her sister Cecilia strips off her clothes and plunge into the fountain in the garden of their country house. Watching her is Robbie Turner, her childhood friend who, like Cecilia, has recently come down from Cambridge.

By the end of that day the lives of all three will have been changed forever. Robbie and Cecilia will have crossed a boundary they had not even imagined at its start, and will have become victims of the younger girl’s imagination. Briony will have witnessed mysteries, and committed a crime for which she will spend the rest of her life trying to atone.

Der Trailer zum Film