Seit ich die erste Folge von “140 Sekunden” gesehen habe, bin ich ein großer Fan der Videos, die in 140 Sekunden der Geschichte und dem Hintergrund eines Tweets nachspüren. Folge 3 dreht sich um @tagesschau und die beiden Journalisten, die per Twitter einen Wahlabend begleitet haben:
Es heißt ja über uns Menschen, die den ganzen Tag am PC im Internet verbringen, dass wir keine sozialen Kontakte hätten und überhaupt, was ist denn an „diesem Internet“ (ich glaube, das war unser running gag in Berlin) so toll? Richtig erklären kann ich es nicht – zumindest nicht so, dass es jemand versteht, der es vorher noch nicht verstanden hat. Umso mehr genieße ich ein Mal im Jahr das Gefühl, von Gleichgesinnten umgegeben zu sein.
Die re:publica gilt ja als eine Art „Klassentreffen“ für die Blogger- und Internetgemeinde (die „alten“ Medien würden an dieser Stelle „Internetszene“ schreiben!). Und genau so fühlt es sich an, wenn man von vielen Menschen umgeben ist, bei denen man das Gefühl hat, sie schon zu kennen, ohne sie jemals im RL getroffen zu haben. Bei denen man weiß, dass keiner meckern wird, wenn man ein Mal zu oft aufs Smartphone schaut oder wenn man sich schnell nach dem Namen des Restaurants erkundigt, weil man ja noch auf Foursquare einchecken muss… Die über die gleichen Bemerkungen lachen können und so weiter.
Seit meinem ersten Besuch auf der re:publica im vergangenen Jahr habe ich mich also auf die diesjährige Veranstaltung gefreut – und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Beklagen würde ich das, was wahrscheinlich die meisten Anwesenden bemängeln würden: die schlechte Internetverbindung, die teils überfüllten Locations (die Kalkscheune ist mittlerweile definitiv zu klein!) und manchmal falsch geplante Räume. Aber alles andere war wirklich super. Es gab einige wirklich großartige Sessions – meine Highlights waren: „Blogger_innen im Gespräch“ mit der großartigen Julia Probst und „Internet, Social Media und die Rückkehr des Politischen in China“ mit meinem Ex-Prof. Lorenz Lorenz-Meyer. Und nicht zu vergessen die Treffen mit einigen, die ich schon aus meiner Twitter-Timeline kannte und einigen neuen Gesichtern, die die re:publica für mich erst zu einem „Klassentreffen“ gemacht haben.
Was übrig bleibt, ist wieder einmal das wirklich gute Gefühl, nicht „alleine auf der Welt“ zu sein mit meinem Faible für Social Media. Im Gegenteil: Es gibt sehr viele da draußen (die übrigens bei weitem nicht alle unter 30 sind, wie man vielleicht bei einem Thema wie diesem denken könnte!). Die Frage ist nur, wie ich jetzt ein Jahr überbrücken soll, bis zum nächsten „Klassentreffen“? Ich hoffe auf ein baldiges Barcamp in meiner Nähe oder zumindest auf jemanden in meinem Umfeld, der sich von dem Thema anstecken lässt! ;-)
Heute habe ich in meinem Feedreader gleich zwei spannende Präsentationen gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Einfach mal durchklicken und lernen! ;-)
Nummer 1 stammt von Daniel:
Und Nummer 2 ist von Ulrike Langer:
Journalismus, Location Based Services, Selbstständigkeit, Social Media
Drei Mal pro Woche verbringe ich zwei Stunden meines Tages in der S-Bahn und lese via iPhone sehr viele Artikel. Die besten davon bookmarke ich per Instapaper oder schicke sie mir per Mail zu. Eine kleine Auswahl, die in den letzten Wochen zusammengekommen ist und die vielleicht nicht nur mich interessiert:
Der Artikel “Brand Awareness im Social Web” beschreibt am Beispiel Blendtec (die berühmten “Will it blend?”-Videos!), wie man mit Hilfe von Social Media die Bekanntheit einer Marke steigert und geht dann näher darauf ein, wie man das auf Facebook erreichen kann.
“Gekaufte Fans und die Angst der Manager vor Social Media” erläutert, warum es nicht um die Anzahl der Fans und Follower geht, warum trotzdem so viele auf diese Kennzahlen schauen und worum es wirklich geht.
“Warum der Social-Media-Mix nicht nur aus Facebook und Twitter besteht” ist ein Artikel bei dem ich mich während des Lesens dabei ertappt habe, ständig zu nicken. Kurz gesagt ist es ein Plädoyer für Blogs, denn Inhalte, die nur bei Twitter und Facebook veröffentlicht werden, “versenden” sich sehr schnell.
Im Mashable-Artikel “HOW TO: Deal With Negative Online Sentiment About Your Brand” geht es um die so genannte “Badvocacy” – gemeint sind sich verbreitende, negative Kommentare über eine Firma im Netz. Erklärt wird, wieso es dazu kommt, wie man die “Badvocates” findet und anspricht und was man tun kann, um negative Kommentare zu vermeiden.
Das t3n-Magazin hat sich eine Twitter-Studie zum fünften Geburtstag des Microblogging-Dienstes genauer angeschaut und kommt zu dem Schluss: “Blogger haben mehr Einfluss als traditionelle Medien”.
Die meisten Links habe ich in meiner Twitter-Timeline gefunden und weiß leider nicht mehr, wem ich welchen Link zu verdanken habe…
Besonders praktisch ist es ja, wenn sich Hobby und Beruf miteinander verbinden lassen. Das ist bei mir in Sachen Social Media auf jeden Fall der Fall und folgender Artikel deckt noch einen weiteren Aspekt ab: Social Media bzw. Location Based Services in der Fußball-Bundesliga.
Der Sportmanager hat sich die Check-ins in deutsche Fußballstadien mit Facebook Places genauer angeschaut und präsentiert sie in seinem Blog.
[Link via @danielrehn]
Von glücklichen und weniger glücklichen Twitter-Nutzern
April 3rd, 2011 | Posted by Tanja in Social Media - (4 Comments)Wäre der folgende Artikel am ersten April erschienen, hätte ich ihn für einen Aprilscherz gehalten. Da er am zweiten April veröffentlicht wurde, will ich ihm einmal glauben und staune wieder einmal, was alles möglich ist:
Ein Wissenschaftler hat Tweets aus aller Herren Länder analysiert und herausgefunden, dass deutsche Twitter-Nutzer die glücklichsten sind – dicht gefolgt von Mexiko, den USA, den Niederlanden und Dänemark. Das sagt der Forscher zu seiner Methode:
“As tweets are very short, emoticons in them provide a good indicator of whether a person is happy or sad. But for tweets without emoticons, we have learnt to predict sentiment from the complex interactions between emoticons and words.”
[Link via @sammelsurium]
Ich beschäftige mich zur Zeit beruflich mit der Erstellung von iFrames für Facebook-Pages (dem einen oder anderen Facebook-Freund werden meine Tests aufgefallen sein…). Und wie für eigentlich alles im Bereich Social Media gibt es auch zu diesem Themenfeld sehr viele sehr nützliche Informationen online. Stellvertretend möchte ich auf zwei Blogeinträge verweisen, die mir schon sehr weitergeholfen haben und es in nächster Zeit sicher auch noch tun werden:
Der erste Text erläutert ausführlich, wie man eine Facebook-App anlegt, die dann letztendlich als Reiter (wie nennt man das denn eigentlich seit der Layout-Umstellung der Pages?) auf der eigenen Page auftauchen soll. Aber es geht noch weiter – und zwar mit dem Code. Bis zum Ende konnte ich mich noch nicht vorarbeiten, aber dieser Artikel hilft mir wirklich sehr viel weiter. Zum Blogeintrag »
Der zweite Artikel, den ich erwähnen möchte behandelt das so genannte Fan-Gating auf Facebook, also die Frage, wie man Fans und Nicht-Fans einer Facebook-Page unterschiedliche Inhalte zeigt. Zum Blogeintrag »
Ich möchte an dieser Stelle danke sagen – für diese beiden Blogeinträge und viele andere auf vielen anderen Blogs, die einem das Leben wirklich leichter machen. Unter anderem deswegen bin ich ein großer Fan der Blogosphäre im Speziellen und Social Media ganz allgemein.
Die re:publica11 kommt mit großen Schritten näher. Die erste Version des Programms ist online und ich bin schon seit Tagen am Überlegen, welche Themen ich mir anschauen werde. Das ist gar nicht so einfach bei dieser Menge und den vielen wirklich interessanten Themen.
Ich freue mich schon wahnsinnig auf Berlin oder, um es wie ein Fußballfan auszudrücken (obwohl das für den FCB diese Saison ja leider nicht gilt…):
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! ;-)
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Hier schreibt Tanja Morschhäuser, Online-Journalistin, ganz privat.