Ich beschäftige mich beruflich und privat viel mit Social Media und habe deshalb beschlossen, hier mehr über dieses Thema zu schreiben und etwas weniger über Privates. Auf angeregte Diskussionen zu den Themen, die ich anschneide, freue ich mich jetzt schon. Und vielleicht versteht der eine oder andere mitlesende Social-Media-Skeptiker mit der Zeit auch, dass Social Media mehr ist als “ein bisschen Twitter und Facebook” ;-)
Was während der Love Parade in Duisburg passiert ist, ist tragisch – ich wurde davon ganz besonders überascht, weil ich weder wusste, dass die Love Parade stattfindet, noch, dass sie in Duisburg stattfindet. Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass mein Mitgefühl den Verletzten, Traumatisierten und den Angehörigen der Toten gilt. Aber darum soll es hier nicht direkt gehen.
Ich wollte vielmehr nur kurz auf diesen Blogeintrag verlinken, der zeigt, welche Rolle Twitter bei diesem Unglück für Einzelne gespielt hat. Hier beschreibt ein Blogger namens “TimeLineDancer” anschaulich, wie der Kommunikationskanal Twitter und vor allen Dingen die Twitter-Follower alles getan haben, um zu helfen. Daneben habe ich am Wochenende auch viele retweetete Personensuchmeldungen gesehen, die hoffentlich erfolgreich waren.
Und ich bin wieder einmal beeindruckt, welche Bindung und Hilfsbereitschaft zwischen Menschen entstehen kann, die sich in der Realität kaum oder gar nicht kennen.
Ich glaube, ich habe das hier schon einmal geschrieben: Wenn ich gerade nicht hier schreibe und auch auf Twitter nicht aktiv bin, kann man andernorts etwas von mir lesen:
Seit ca. 2 Monaten habe ich ein Internet-Handy (das Nokia 5800 XPress Music) und da wird es Zeit, ein bisschen darüber zu berichten, wie das mobile Internet, auf das ich soooo lange gewartet habe, mein Leben verändert hat.
“Leben verändert” mag für den einen oder anderen leicht übertrieben klingen und das ist es natürlich auch. Also, was hat sich geändert? Ich verschwende weniger Zeit beim Warten auf die U-Bahn, weil ich ja einfach kurz vorm Weggehen schauen kann, wann meine nächste Bahn fährt. In der U-Bahn lese oder beantworte ich z.B. E-Mails oder lese Artikel, die ich sonst aus Zeitmangel wahrscheinlich nie lesen würde. Ich bin immer über den Wetterbericht und die neuesten Nachrichten informiert (wenn ich will), bekomme jede Mail sofort (auch nur, wenn ich will) und twittere viel mehr.
Der letzte Punkt ist in meinen Augen das wirklich Wichtige: Ich habe endlich die Möglichkeit, so am Social Web teilzunehmen, wie ich es schon lange wollte: Von überall und nirgends aus, mal schnell ein Foto machen, es sofort hochladen und gleich darüber twittern. Genau das wollte ich, habe es jetzt und genieße es. Mit anderen Diensten, wie z.B. Foursquare kann ich mich momentan noch nicht anfreunden und oft bleibe ich in Sackgassen stecken, weil es die tollsten Apps natürlich nur fürs iPhone gibt. Aber immerhin, das Nokia 5800 XPress Music ist mein Einstieg in die große, weite Welt des mobilen Internets und ich genieße es. Wer weiß, vielleicht ist der nächste Schritt ja ein iPhone? (Wenn da draußen zufällig jemand ein gebrauchtes iPhone weiterverkaufen möchte – meine Mailadresse steht im Impressum ;-) )



Hier schreibt Tanja Morschhäuser, Online-Journalistin, ganz privat.